|
|
 |
| Festschrift 10 Jahre Blondvieh -
Vor. & Grußworte |
 |
Obmann Siegfried
Edlmann
Das Kärntner Blondvieh ist eine in
Kärnten gewachsene Rasse
(bodenständig). Schon 1604 begegnen wir
beim Bauer Vorrießner am Klinghof in der
Mittelkärntner Herrschaft Eberstein
einem rigleten Paar Ochsen, also Tieren
mit weißer Rückenkennzeichnung.
|
|
1703, also
genau vor 300 Jahren, scheint beim Grafen
Christalnigg zu Gillitzstein in der
gleichen Herrschaft eine falchete Melkkuh
als erste Vorläuferin des heutigen
Blondviehs auf. Das Kärntner Blondvieh
diente unseren Ahnen über Jahrhunderte
als Milch-, Zug- u. Fleischvieh. Kaum
eine Rasse hat in seiner Entwicklung
solche Höhen und Tiefen miterlebt. 1990
setzte die FAO das Kärntner Blondvieh
als besonders vom Aussterben bedrohte
Rasse auf die rote Liste.
Seit zehn Jahren gibt es ein
Blondviehfest, das sehr stark zur
Bewusstseinsbildung beigetragen hat, das
Kärntner Blondvieh nicht sterben zu
lassen. Tierärzte waren die ersten, die
uns darauf aufmerksam gemacht haben.
Für die gute Zusammenarbeit mit den
Damen und Herren des Bundesministeriums
für Land- und Forstwirtschaft, des Amtes
der Kärntner Landesregierung, der Kammer
für Land- und Forstwirtschaft in
Kärnten, dem VEGH und der Norischen
Region vielen Dank. Ein Dankeschön auch
allen politischen Vertretern und
Sponsoren, die uns geholfen haben. Danke
auch allen Bauern, die Blondvieh halten
und allen Funktionären im Kärntner
Blondviehzuchtverein für ihre Arbeit und
den gemeinsamen erfolgreichen Weg.
Besonderen Dank auch den Medien, die uns
auf vorbildliche Weise unterstützen.
|

Bundesminister
Dipl.-Ing. Josef Pröll
Das Kärntner Blondvieh feiert heuer
Geburtstag und dies in einem offiziellen
und würdigen Rahmen.
Es ist gut, dass es diese Rasse in
Österreich noch gibt. Vor 20 bis 30
Jahren war man nahe daran, diese Rasse
mit ihrem genetischen und kulturellen
Wert zu verlieren. Buchstäblich in
letzter Minute ist es gelungen, das
Kärntner Blondvieh vor dem Aussterben zu
bewahren. Als Landwirtschaftsminister
möchte ich allen, die dazu beigetragen
haben, wie zum Beispiel dem Kärntner
Blondviehzuchtverein und vielen Kärntner
Bäuerinnen und Bauern, dafür danken.
|
 |
Auch wenn
die Zeit nicht stehen bleibt, und die
Anforderungen der Zukunft schon vor der
Tür stehen und neue Herausforderungen
&ndash auch für das Kärntner
Blondvieh &ndash bewältigt werden
müssen, so ist heute der Tag, einmal
innezuhalten und zu feiern. Und nach
gutem Kärntner Brauch der
Blondviehzüchter geschieht dies nicht im
stillen Kämmerlein, sondern in würdigem
Rahmen, zu dem die ganze Bevölkerung
eingeladen wurde.
Ich danke nochmals den Züchtern des
Kärntner Blondviehs und wünsche Ihnen
in der Zukunft alles Gute für Haus und
Hof.
|

Landeshauptmann Dr.
Jörg Haider
Kärnten, das als Erholungs- und
Tourismusland einen ausgezeichneten Ruf
genießt, ist für die gelebte
Gastfreundschaft sowie die
Naturverbundenheit und das
Umweltbewusstsein seiner Menschen
bekannt. Kein Wunder also, dass hier die
Landwirtschaft einen hohen Stellenwert
innehat. So leisten unsere Landwirte
nicht nur als Landschaftspfleger
unbezahlbare Arbeit, sondern sorgen auch
mit großem Engagement für hochwertige
Lebensmittel, welche die Spitzenqualität
der heimischen Küche garantieren.
Mit dem Kärntner Blondviehzuchtverein
feiert nun ein Aushängeschild der
heimischen Viehzucht sein 10-jähriges
Jubiläum, wozu ich namens des Landes
herzlich gratulieren möchte.
|
 |
Dem Verein
ist es durch idealistischen Einsatz
gelungen, den Bestand des Kärntner
Blondviehs enorm zu erhöhen und es zu
einem bekannten Markenartikel zu machen,
der für hohe Qualität steht.
Als Landeshauptmann und persönlich
möchte ich allen Veranstaltern und
Gästen des Blondviehfestes viel Freude
mit dem umfangreichen Programm, das auch
die Ebersteiner Volksliedtage mit
einbezieht, wünschen. Ich begrüße auch
die Besucher und Volkstänzer aus allen
Teilen Europas, denen ich einen schönen
Aufenthalt in Kärnten wünsche.
|

Ing. Karl
Pfeifenberger
Da ich am Bauernhof aufgewachsen bin,
habe ich eine besondere Beziehung und
Liebe zu Tieren entwickelt. Deshalb kann
ich nicht oft genug betonen: Als Mensch
ist man dem Vieh eine artgerechte Haltung
schuldig.
Das Projekt "Kärntner
Blondvieh" mit dem Blondviehfest hat
nicht nur deshalb Vorbildfunktion.
Bereits zum 10. Mal findet dieses Fest
für Tiere heuer statt. Am Anfang noch
belächelt, entwickelte sich das
Blondviehfest zu einem besonderen
Ereignis in der Region.
|
 |
Was viele
nicht wissen: Das Kärntner Blondvieh
kommt ausschließlich in Kärnten vor und
ist eine alt angestammte Rinderrasse, die
leicht an der semmelblonden bis
maisgelben Färbung erkennbar ist.
Bemerkenswert sind die Leistungen in der
Blondviehzucht in Kärnten. Die Rasse
drohte in Kärnten auszusterben. Und hier
hatte Eberstein die Nase vorne, denn es
wurden wieder Zuchttiere gesucht und
gefunden. Die Vorteile für Kärnten
liegen dadurch auf der Hand: Durch die
Erhaltung dieser Rinderrasse werden
regionale Spezialitäten gefördert,
wovon auch der Tourismus profitiert.
Außerdem wird durch Vermeidung von
Transportwegen die Umwelt weniger
belastet und der Import von teuren
unangepassten Zuchttieren fällt weg. Ich
danke deshalb allen engagierten
Landwirten und Züchtern, die sich für
die Blondviehzucht einsetzen und wünsche
allen Besuchern ein schönes Fest.
|

Landeshauptmann-Stellvertreter
Dr. Peter Ambrozy
Eberstein steht wieder ganz im Zeichen
eines Blondinentreffens der besonderen
Art. Dabei geht es jedoch nicht um eine
Miss-Wahl, sondern um das Kärntner
Blondvieh.
Das 10. Blondviehfest bringt auch eine
starke Verbindung mit der Volksmusik.
Hinzu kommt die wirtschaftliche Bedeutung
der Veranstaltung. Das Kärntner
Blondvieh ist längst ein weithin
bekannter Markenartikel geworden, und
beim Verkosten diverser kulinarischer
Spezialitäten wird auch so manch
"kühles Blondes" nicht fehlen.
Am fleischlichen Genuss kann man
jedenfalls erkennen, dass die Züchter
mit Begeisterung und Erfolg an der Arbeit
sind.
|
 |
Ich
gratuliere den Veranstaltern und
Funktionären zum 10-jährigen Jubiläum
und danke dem Kärntner
Blondviehzuchtverein für sein
Engagement. Den Besuchern und
Besucherinnen des Blondviehfestes
wünsche ich viel Spaß und
gegebenenfalls guten Appetit.
|

Agrarreferent Georg
Wurmitzer
Das Kärntner Blondvieh war vor rund zehn
Jahren nur noch vereinzelt in den
Ställen der Rinderbauern zu finden. Dank
der Initiative jener, die um die hohe
Qualität des feinfaserigen Fleisches
dieser semmelfarbenen Rinderrasse
Bescheid wussten, konnte das Kärntner
Blondvieh in den bäuerlichen Betrieben
wieder Fuß fassen. Der
Blondviehzuchtverein bemüht sich seit
Anfang seines Bestehens, diese
gefährdete Haustierrasse zu sichern, und
wahrlich konnte sich der Tierbestand von
fünfzig auf rund fünfhundert Stück
verzehnfachen.
|
 |
Auch wird
durch den Blondviehzuchtverein der
gesamte Tierbestand jährlich
überprüft, um eine reinrassige
Weiterzucht und natürlich damit die
Tiergesundheit zu gewährleisten.
Voraussetzungen für die Erreichung des
Ziels, nämlich den Erhalt dieser so
robusten Rinderrasse, sind eine gute
Portion Idealismus und vor allem ein
starker Wille. Ich freue mich, dass diese
Initiative auch in der Norischen Region
so gut verhaftet und gewachsen ist. Denn
es ist auch die Regionalentwicklung
insgesamt, die auf das Nutzen
brachliegender Ressourcen und das
Aufgreifen von Besonderheiten, wie es das
Blondvieh ist, aufbaut. Mein Dank
gebührt all jenen, welche sich um den
Fortbestand dieser so alten Haustierrasse
bemühen und auch für das Blondviehfest
verantwortlich zeichnen. Viel Erfolg auch
weiterhin!
|

Präsident der Kammer
für Land- und Forstwirtschaft Walfried
Wutscher
Der Kärntner Blondviehzuchtverein
veranstaltet zum 10. Mal das Kärntner
Blondviehfest. Dazu darf ich als
Präsident der Kammer für Land- und
Forstwirtschaft in Kärnten im Namen der
Standesvertretung und im eigenen Namen
recht herzlich gratulieren. Das Kärntner
Blondvieh ist eine in Kärnten heimische
Rinderrasse, die sich insbesondere durch
eine gute Mastfähigkeit und eine
hervorragende Fleischqualität
auszeichnet, die auch am Kaiserhof in
Wien geschätzt wurde. Die Rasse war
praktisch ausgestorben.
|
 |
Im letzten
Jahrzehnt konnte durch Initiativen des
Kärntner Blondviehzuchtvereins sowie
durch Erhaltungsprogramme, die von der
öffentlichen Hand unterstützt werden,
eine aktive Population von über 400
Kühen und 30 Stieren aufgebaut werden.
Den Verantwortlichen im Kärntner
Blondviehzuchtverein darf ich für die
bisherige Tätigkeit danken und für die
weiteren Bemühungen viel Glück und
Erfolg wünschen.
|

Dr. Franz
Fischerleitner ÖNGENE
Österreichische Nationalvereinigung für
Genreserven
Die große Vielfalt landwirtschaftlicher
Nutztiere ist über Jahrtausende lange
Zeiträume kontinuierlicher
Ausleseprozesse entstanden.
Viele gewollte, aber auch zufällig
entstandene Eigenschaften verschiedenster
Ausprägung machen unsere heimischen
Rassen zum Kulturgut und stellen
gleichzeitig Basis und Rückhalt für
weitere Zuchtaktivitäten dar. Heute gilt
es, das noch vorhandene genetische
Potenzial dieser Rassen in ihrer Vielfalt
zu bewahren. Hier ist jeder Züchter in
Zusammenarbeit mit den verantwortlichen
Zuchtorganisationen speziell gefordert,
nicht nur die Rassen selbst
zahlenmäßig, sondern auch ihr
einzigartiges Erbgut zu erhalten. Das
Kärntner Blondviehfest belebt nicht nur
die Zuchtarbeit, sondern liefert auch
einen wichtigen Beitrag für die
touristischen Attraktionen dieser Region.
Die ÖNGENE gratuliert den Veranstaltern
und wünscht in Hinkunft weiter viel
züchterischen Erfolg.
|

Andreas
Grabuschnig Bürgermeister
Vor zehn Jahren haben einige Bäuerinnen
und Bauern erkannt, dass das Kärntner
Blondvieh, welches viele Jahrzehnte
hindurch ein wesentlicher
Einkommensfaktor für die einheimische
Landwirtschaft war, vom Aussterben
bedroht ist.
120 Stück wurden 1992 kärntenweit
erhoben, und mit unglaublichen Einsatz
ist es dem Vorstand des Kärntner
Blondviehzuchtvereines unter Obmann
Raphael Pliemitscher sowie namhaften
Experten wie Dr. Petschenig gelungen, ein
Generhaltungsprogramm zu entwickeln, das
die Grundlage für den heutigen
züchterischen Erfolg darstellt.
Wenn heute in der breiten Öffentlichkeit
das Kärntner Blondvieh mit allen seinen
Vorzügen einen hohen Stellenwert
genießt, dann können alle jene
Bäuerinnen und Bauern darauf stolz sein,
dass sie sich unbeirrt zur Haltung und
Aufzucht dieser Rinderrasse entschlossen
haben. Da ich selbst ein begeisterter
Blondviehzüchter bin, weiß ich, wieviel
Kraft und Energie notwendig ist, um eine
Rinderrasse wieder aufzzubauen.
Herzlichen Dank allen jenen, die zum
Überleben der einzigen bodenständigen
Kärntner Rinderrasse beigetragen haben,
und viel Erfolg für die Zukunft wünscht
im Namen der Marktgemeinde Eberstein
|
|
|