Merkmale

Das Kärntner Blondvieh ist ein mittelrahmiges Rind mit langem Kopf und feinem Knochenbau. Charakteristisch ist eine lange Mittelhand und eine nicht zu starke Hinterhand (kein Doppellender) die einfärbige nahezu weiße bis dunkelblonde Haarfarbe, sowie die hell pigmentierten Schleimhäute und das einfärbig lederfarbige Flotzmaul. Die Klauen und Hörner sind wachsgelb.

 

Nutzungsrichtung

Das Kärntner Blondvieh ist ein Zweinutzungsrind mit der Hauptnutzung Fleisch, Milch untergeordnet. Heute wird es vor allem als Mutterkuh geschätzt. Die wenigen Kühe, die noch unter Milchleistung stehen, zeigen mit einer Leistung von mehr als 5000 kg Milch je Laktation die weiter vorhandene Eignung zur Doppelnutzung. Die weiblichen Nachkommen werden Großteils als Zuchttiere nachgezogen, männliche Tiere, die nicht für die Zucht geeignet sind, werden meist als Einsteller oder direkt vom Bauernhof vermarktet. Die hohe Qualität und die Güte des Fleisches ist mittlerweile wieder bekannt und wird stark nachgefragt.

 

Eignung und Haltung

Das ruhige Kärntner Blondvieh ist ein robustes, sehr fruchtbares Rind mit guten Muttereigenschaften. Genügsamkeit und Widerstandskraft zeichnen diese Rasse aus, wodurch die Bewirtschaftung extremer Standorte ermöglicht wird. Es ist besonders alm- und weidetauglich. Mutterkuhhaltung ist die häufigste Haltungsform, die sehr gute Fleischqualität liefert. Jungrindfleisch von Tieren bis 9 Monate, die mit Muttermilch und wirtschaftseigenem Futter aufgezogen werden, wird ebenso geschätzt wie Ochsenfleisch von Tieren, die bis zu zwei Weideperioden auf der Alm verbringen.